{"id":889,"date":"2018-02-28T07:00:15","date_gmt":"2018-02-28T06:00:15","guid":{"rendered":"http:\/\/stories.valora.com\/2018\/02\/ceo-interview-michael-mueller\/"},"modified":"2020-02-19T09:50:49","modified_gmt":"2020-02-19T08:50:49","slug":"ceo-interview-michael-mueller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stories.valora.com\/de\/ceo-interview-michael-mueller\/","title":{"rendered":"Top aufgestellt, um den anhaltenden Foodvenience Trend zu nutzen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image size-medium wp-image-880 mt-0\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/stories.valora.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/01michaelmu\u0308ller17.jpg\" alt=\"Michael Mueller, CEO Valora\" class=\"wp-image-880\" width=\"471\" height=\"512\"\/><figcaption>Michael Mueller, CEO Valora<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Michael Mueller, w\u00fcrden Sie der Aussage \u00abdas Jahr 2017 war f\u00fcr Valora ein gutes\u00bb zustimmen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja. Wir haben die Phase der Transformation hin zu einem fokussierten Convenience- und Food-Service-Anbieter abgeschlossen und gleichzeitig die Weichen f\u00fcr unser k\u00fcnftiges Wachstum mit der \u00dcbernahme von BackWerk und Pretzel Baron und dem Entscheid zum Ausbau unserer Laugenbackwaren-Produktion gestellt. Zudem konnten wir wichtige Fortschritte im Bereich der Effizienz- und Prozessoptimierung erzielen. Und wir haben mit dem Verkauf des Geb\u00e4udes La Praille die Naville Integration endg\u00fcltig abgeschlossen. Alles in allem blicken wir also auf ein erfolgreiches Jahr zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welches war aus Ihrer Sicht das Highlight?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00dcbernahme von BackWerk ist ein Meilenstein im Rahmen unserer kommunizierten Wachstumsstrategie. Damit sind wir nun einer der f\u00fchrenden vertikal integrierten Food-Service-Anbieter in Deutschland. Wichtig ist dabei auch das Vertrauen unserer Aktion\u00e4re, das nicht zuletzt durch die Genehmigung der Kapitalerh\u00f6hung zum Ausdruck kam. Dar\u00fcber hinaus haben wir mit der auf 42.0% gesteigerten Bruttogewinnmarge das Mittelfristziel f\u00fcr 2018 bereits erreicht. Ohne Akquisitionskosten und EBIT-Beitrag von BackWerk liegt die EBIT-Marge bei 4.0%, womit wir das entsprechende Ziel ebenfalls ein Jahr fr\u00fcher erreicht haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bleiben wir kurz bei BackWerk. Welches Potenzial steckt in diesem Format?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>BackWerk mit 345 Verkaufsstellen passt hervorragend zu unseren anderen Food-Service-Formaten wie Ditsch, Brezelk\u00f6nig oder Caff\u00e8 Spettacolo und erg\u00e4nzt diese ideal durch sein \u2039Feel Good Food\u203a-Konzept. Zudem erg\u00e4nzen die Innenstadtlagen von BackWerk unsere bisherigen Standorte an Verkehrsknotenpunkten und in Einkaufszentren. Schliesslich ist BackWerk ein ausgezeichnetes Sprungbrett f\u00fcr die weitere Internationalisierung von Valora und \u00f6ffnet uns mit den Niederlanden einen neuen Markt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00abWir sind nun einer der f\u00fchrenden vertikal integrierten Food-Service-Anbieter in Deutschland.\u00bb<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Wie viele Neuer\u00f6ffnungen von BackWerk planen Sie denn im kommenden Jahr?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unser Ziel ist, in den kommenden f\u00fcnf Jahren brutto 80 bis 100 neue BackWerk Standorte zu er\u00f6ffnen. Dabei gilt der Fokus den bestehenden L\u00e4ndern Deutschland, \u00d6sterreich und den Niederlanden. Geplant sind auch einige Neuer\u00f6ffnungen in der Schweiz.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Zuge dieser \u00dcbernahme haben Sie eine Kapitalerh\u00f6hung durchgef\u00fchrt. Wie steht es insgesamt um die Kapitalst\u00e4rke von Valora?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind sehr ausgewogen finanziert und haben die Mittel, um unser Wachstum weiter voranzutreiben. Mit unserer langfristigen Finanzierungsstrategie wollen wir unsere k\u00fcnftige strategische und finanzielle Flexibilit\u00e4t sicherstellen. Die Kapitalerh\u00f6hung ist im Zusammenhang mit der gesamten Refinanzierungsstrategie zu sehen. So haben wir im Januar 2018 auch ein neues Schuldscheindarlehen \u00fcber EUR 170 Mio. zu deutlich besseren Konditionen ausgegeben. Diese Elemente dienen der Refinanzierung der Akquisition von BackWerk, den Investitionen in die Erweiterung der Produktionskapazit\u00e4ten und der Refinanzierung der im Jahr 2018 f\u00e4lligen Kapitalmarktinstrumente.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00abWir sind sehr ausgewogen finanziert und haben die Mittel, um unser Wachstum weiter voranzutreiben.\u00bb<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Neben BackWerk haben Sie auch den amerikanischen Brezelproduzenten Pretzel Baron \u00fcbernommen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja. Obwohl dies eine vergleichsweise kleine Firma ist, sehen wir in ihr ein grosses Potenzial. Diese \u00dcbernahme erm\u00f6glicht es uns, im US-Markt st\u00e4rker Fuss zu fassen \u2013 ein Markt der bez\u00fcglich Laugenbackwaren-Konsum \u00fcbrigens heute schon fast gleich gross ist wie Deutschland. Wir haben die USA bisher aus Deutschland heraus beliefert, doch dort sind unsere Produktionskapazit\u00e4ten knapp geworden. Deshalb investieren wir 2018\u2005\/\u20052019 in Deutschland ebenso wie in den USA insgesamt rund EUR 50 Mio. in den Ausbau der Produktion.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das abgelaufene Jahr war gepr\u00e4gt von Akquisitionen. Wie lief denn das operative Gesch\u00e4ft?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir freuen uns, dass wir die kommunizierten Erwartungen best\u00e4tigt haben. Der EBIT stieg um +9.3% auf CHF 79.0 Mio. Die EBIT-Marge steigerten wir um +0.4%-Punkte auf 3.8%. Die Bruttogewinnmarge verbesserte sich wie erw\u00e4hnt auf 42.0% (+0.5%-Punkte). Ohne die 2016 ver\u00e4usserte Naville Distribution h\u00e4tte sich der Nettoumsatz im Jahresvergleich um +0.9% erh\u00f6ht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong> Wie ist es auf der Umsatzseite im Detail gelaufen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei Retail DE\u2005\/\u2005LU verzeichneten wir ein Umsatzwachstum von +7.0% und bei Food Service von +10.5%. Dieses Wachstum ist getrieben durch mehr Eigenstellen und durch starkes Umsatzwachstum auf gleicher Fl\u00e4che insbesondere bei den Food-Service-Formaten (B2C). Ebenso haben wir im B2B-Bereich mehr Umsatz erzielt \u2013 trotz Austausch einer Produktionslinie in Oranienbaum w\u00e4hrend dem laufenden Betrieb. Der Zuwachs in Retail DE\u2005\/\u2005LU und bei Food Service glich die tieferen Ums\u00e4tze bei Retail CH\u2005\/\u2005AT (\u20133.4%) mehr als aus. Der R\u00fcckgang war dort haupts\u00e4chlich bedingt durch eine tiefere Anzahl Verkaufsstellen und einen tieferen Same-Store-Index.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und auf der Kostenseite?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unsere anhaltende Kostendisziplin, Optimierungen im Sortiment und von Prozessen sowie Bereinigungen im Netzwerk f\u00fchrten insgesamt zu einer Verbesserung der EBIT-Marge. Insbesondere in der Schweiz erzielten wir starke Profitabilit\u00e4tssteigerungen. Dem gegen\u00fcber blieb die Profitabilit\u00e4t bei Retail DE\u2005\/\u2005LU und in der Division Food Service tempor\u00e4r unter Druck. Wir haben aber nicht nur gespart, auch die Mindestl\u00f6hne f\u00fcr unsere Mitarbeitenden in Deutschland und in der Schweiz wurden angehoben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>In der Schweiz haben Sie ja auch einen neuen Gesamtarbeitsvertrag abgeschlossen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja. Nach konstruktiven Gespr\u00e4chen mit unserem neuen Sozialpartner Kaufm\u00e4nnischer Verband Schweiz konnten wir einen neuen GAV f\u00fcr all diejenigen Mitarbeitenden in der Schweiz vereinbaren, die nicht bereits \u00fcber einen anderen GAV abgedeckt sind. Dabei haben wir die Bruttomindestl\u00f6hne durchwegs angehoben und Berufsausbildungen st\u00e4rker honoriert. Eine Ausbildung soll sich auch finanziell lohnen und wir wollen ein fairer, attraktiver Arbeitgeber sein, bei dem sich die Mitarbeitenden weiterentwickeln k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kritisiert wurde aber, dass die Lohnerh\u00f6hungen zu gering ausgefallen seien und dass insbesondere die Angestellten der k kiosk Agenturen nicht davon profitieren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es kommt immer darauf an, mit wem man die L\u00f6hne vergleicht. Unsere Ausgangslage mit den kleinfl\u00e4chigen Verkaufsstellen an Hochfrequenzlagen ist anders als diejenige der grossen Retailer. Die Kritik bez\u00fcglich der Agenturpartner ist ebenfalls nicht gerechtfertigt. Diese k\u00f6nnen sich freiwillig dem GAV unterstellen. Zudem sind sie bei neuen Vertr\u00e4gen mit uns verpflichtet, die Mindestl\u00f6hne aus dem jeweils aktuellen GAV einzuhalten. Bis anhin galten f\u00fcr sie die Mindestl\u00f6hne aus demjenigen GAV, der zum Zeitpunkt der Agenturer\u00f6ffnung vorlag.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"http:\/\/stories.valora.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/michael-mueller-kuehlschrank-800x533.jpg\" alt=\"CEO Interview, Michael Mueller Retail\" class=\"wp-image-912\" srcset=\"https:\/\/stories.valora.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/michael-mueller-kuehlschrank-800x533.jpg 800w, https:\/\/stories.valora.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/michael-mueller-kuehlschrank-400x267.jpg 400w, https:\/\/stories.valora.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/michael-mueller-kuehlschrank-768x512.jpg 768w, https:\/\/stories.valora.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/michael-mueller-kuehlschrank-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/stories.valora.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/michael-mueller-kuehlschrank-1800x1200.jpg 1800w, https:\/\/stories.valora.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/michael-mueller-kuehlschrank.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Schauen wir zuerst noch einmal kurz zur\u00fcck und sprechen wir \u00fcber die Division Food Service. Erf\u00fcllte sie die Erwartungen im abgelaufenen Jahr?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, absolut. Wir verzeichneten eine gute Entwicklung in allen Formaten. In der Schweiz sind wir auf vergleichbarer Fl\u00e4che mit Brezelk\u00f6nig und Caff\u00e8 Spettacolo um +2.9% und in Deutschland mit Ditsch um +1.5% gewachsen. Im B2B-Gesch\u00e4ft haben wir um +3.7% zugelegt. Insgesamt hielten sich Umsatzsteigerungen in etwa die Waage mit h\u00f6heren Kosten, insbesondere bei den Preisen f\u00fcr Molkereiprodukte. Trotz der Umbauarbeiten in Oranienbaum erh\u00f6hte sich der Gesamtumsatz der Division stark \u2013 eine sehr gute Ausgangslage f\u00fcr weiteres Wachstum.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wohin geht denn die internationale Expansionsreise von Valora im Food Service?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im B2B-Gesch\u00e4ft \u00fcbertrifft die Nachfrage nach unseren Produkten die Produktionskapazit\u00e4ten, weshalb die geplanten Erweiterungen in deren Ausbau dringend notwendig sind. Diese Nachfrage kommt einerseits aus unseren bestehenden Vertriebsm\u00e4rkten in Europa, andererseits sehen wir auch in den USA, wo wir mit Pretzel Baron pr\u00e4sent sind, sowie in unseren bestehenden Exportm\u00e4rkten grosses Wachstumspotenzial. Im B2C-Gesch\u00e4ft liegt unser Fokus auf den bestehenden M\u00e4rkten Schweiz, Deutschland und \u00d6sterreich sowie mit BackWerk auch den Niederlanden. F\u00fcr Brezelk\u00f6nig International konnten wir den Verkehrsgastronomiekonzern SSP als ersten Franchise-Partner in \u00d6sterreich gewinnen und einen gemeinsamen Store am Flughafen Wien Schwechat er\u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Vordergrund steht also auch in Zukunft das Franchisemodell?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, Valora hat damit und auch mit dem Agenturpartnermodell gute Erfahrungen gemacht. Bereits heute betreiben wir 69\u2005% unserer Verkaufsstellen nach diesen Modellen. Die Franchisenehmer handeln als Unternehmer und partizipieren somit am gemeinsamen Erfolg. Mit BackWerk geh\u00f6rt nun ein sehr bekanntes und etabliertes Franchise-Konzept zur Gruppe, von dessen Erfahrungen wir gesamthaft profitieren werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie lief das Retailgesch\u00e4ft im vergangenen Jahr?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Konsumentenverhalten befindet sich in einem starken Wandel, was gerade auch auf den Presse- und Tabakverkauf Auswirkungen hat. In der Schweiz und in Deutschland verzeichneten wir einen weiteren R\u00fcckgang bei den Presseerzeugnissen. In der Schweiz sank der Tabakumsatz, w\u00e4hrend wir in Deutschland bei dieser Produktekategorie von der Marktkonsolidierung profitieren und sogar zulegen konnten. Unsere starke Eigenmarke ok.\u2013 entwickelte sich ebenfalls sehr erfreulich und die \u00fcber 700 Module mit Kaffee von Caff\u00e8 Spettacolo und Starbucks in unseren Schweizer Verkaufsstellen finden grossen Anklang bei den Kunden. Wir sehen sowieso grosses Potenzial beim Convenience-Gesch\u00e4ft, was insbesondere auch unser Format avec betrifft.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1600\" height=\"929\" src=\"http:\/\/stories.valora.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/pos-tabelle-de.png\" alt=\"POS-Netzwerk Total \/ 31.12.2017\" class=\"wp-image-905\" srcset=\"https:\/\/stories.valora.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/pos-tabelle-de.png 1600w, https:\/\/stories.valora.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/pos-tabelle-de-800x465.png 800w, https:\/\/stories.valora.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/pos-tabelle-de-768x446.png 768w, https:\/\/stories.valora.com\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/pos-tabelle-de-1200x697.png 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><figcaption>POS-Netzwerk Total \/ 31.12.2017<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Wie geht es denn mit avec weiter?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben im vergangenen Jahr am Konzept gefeilt und dieses in der Schweiz bereits mit zwei Verkaufsstellen getestet. Im laufenden Jahr wird dies einen noch h\u00f6heren Stellenwert erhalten. Wir sind \u00fcberzeugt, dass wir dank dem neuen Frischekonzept auch mit avec wieder wachsen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie haben seit vergangenem Jahr in der Schweiz neu auch CBD-Hanfprodukte im Sortiment. Wie entwickelt sich dieses Angebot?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Nachfrage ist gross. Solche Produkte scheinen ein echtes Kundenbed\u00fcrfnis zu sein, insgesamt bleibt dies aber ein interessantes Nischenangebot. Besonders grosses Potenzial sehen wir in alternativen Nikotin- und E-Smoke-Produkten, die wir 2017 eingef\u00fchrt haben. Gerade in Deutschland haben wir den E-Smoke-Rollout stark vorangetrieben. Tabak \u2013 und entsprechende Alternativ- und Ersatzprodukte \u2013 ist nach wie vor ein starker Frequenztreiber.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eine Wachstumsinitiative im Bereich Retail betrifft das Gesch\u00e4ft als Dienstleistungspartner f\u00fcr Dritte. Wo stehen Sie damit?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir freuen uns, dass wir in der Schweiz weiterhin Tickets f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Verkehr verkaufen k\u00f6nnen. Die Reaktionen der Kunden auf die Ank\u00fcndigung der SBB, dieses Angebot einzustellen, waren teils sehr stark. Auch haben wir unsere Zusammenarbeit mit der Post weiter ausgebaut und bieten zudem vermehrt Pick-up\/Drop-off-Services an, etwa mit Swisscom easy point. Ebenso k\u00f6nnen Kunden an unseren Verkaufsstellen immer \u00f6fter bar bezahlen, was sie online bestellt haben. Erfreulich entwickeln sich auch unsere Angebote im Bereich der \u00fcbrigen Finanzdienstleistungen. Dazu geh\u00f6rt unser Konsumkreditangebot von bob Finance.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie entwickelt sich letzteres finanziell?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind mit den Kundenzahlen zufrieden und konnten unsere Marktposition noch einmal st\u00e4rken. Der Life Time Value unseres Konsumkreditgesch\u00e4fts ist bereits seit einiger Zeit positiv und die wichtigen Kennzahlen entwickeln sich zufriedenstellend.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und was kommt im neuen Jahr im Retail auf Valora zu?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Retailgesch\u00e4ft ist ein fester Pfeiler unserer Strategie. Durch Konzeptauffrischungen, Sortimentsanpassungen, neue Dienstleistungsangebote sowie Massnahmen zur Effizienzsteigerung gilt es, das bestehende Gesch\u00e4ft weiter auszubauen. Dabei ist Innovation gefragt; sie ist zusammen mit der Digitalisierung ein Treiber unseres Retailgesch\u00e4fts.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00abInnovation ist gefragt und zusammen mit der Digitalisierung ein Treiber unseres Retailgesch\u00e4fts.\u00bb<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Sie betonen immer wieder die grossen Chancen der Digitalisierung f\u00fcr Valora. Wie beeinflusst diese das Gesch\u00e4ft konkret?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sie erm\u00f6glicht neue Dienstleistungen wie die oben genannten, die wir aus eigener Kraft oder gemeinsam mit Partnern auf den Markt bringen. Unsere Digitalstrategie hilft uns aber auch bei Promotions- und Loyalit\u00e4tsaktivit\u00e4ten, wie wir dies mit der von der Branchenorganisation NACS pr\u00e4mierten k kiosk App bereits eingef\u00fchrt haben. Die Digitalisierung hat zudem einen grossen Einfluss auf unsere Effizienz und unsere Prozesse.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>K\u00f6nnen Sie daf\u00fcr ein Beispiel machen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Laufe des vergangenen Jahres haben wir in der Google Cloud eine einfach skalierbare und gut strukturierte Kommunikationsplattform aufgebaut und in Rekordgeschwindigkeit auf alle Schweizer Retail-Verkaufsstellen ausgerollt. Sieben Applikationen haben wir damit abgel\u00f6st. Die mit VAPOS.info vereinfachte Vertriebskommunikation wird es uns auch erlauben, neue Angebote deutlich schneller in unseren Verkaufsstellen verf\u00fcgbar zu haben. Unsere weiteren Formate werden nun schrittweise daran angebunden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Valora hat mit der Digitalisierung nicht nur gute Erfahrungen gemacht. Wegen des Pilotprojekts Kundenfluss-Analyse im Hauptbahnhof Z\u00fcrich gab es viel Kritik.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Valora nimmt das Thema Datenschutz sehr ernst und pr\u00fcft entsprechende Projekte vorg\u00e4ngig sowohl technisch als auch juristisch intensiv. Wir haben damals aber wohl nicht gut genug informiert. Wir haben lediglich aufgrund von \u00fcberall verf\u00fcgbaren WiFi-Signalen von Smartphones die Kundenfl\u00fcsse gemessen. Dies, um beispielsweise unseren Personalbedarf zu optimieren. Die aggregierten Daten, die Valora im Zusammenhang mit dem Projekt erhalten hat, liessen sich aufgrund deren Anonymit\u00e4t zu keinem Zeitpunkt einer bestimmten Person zuordnen. Generell sind wir an Ans\u00e4tzen und L\u00f6sungen interessiert, die uns wertvolle Informationen liefern k\u00f6nnen, selbstverst\u00e4ndlich immer unter der Pr\u00e4misse, dass sie datenschutzkonform sind und einen Kundennutzen bieten.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00abWir verstehen uns als Gl\u00fccksbringer f\u00fcr unsere Kunden \u2013 nah, schnell, praktisch und immer mit frischen Ideen.\u00bb<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Wo liegt der Fokus von Valora im Jahr 2018?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im weiteren Ausbau des Food- und Getr\u00e4nkeangebots sowie in der Umsetzung unseres neuen Frischekonzepts im gesamten Kiosk- und Convenience-Gesch\u00e4ft. Dazu stehen die Konsolidierung der BackWerk \u00dcbernahme, die weitere internationale Expansion sowie die Umsetzung der geplanten Erweiterung der Produktionskapazit\u00e4ten im Fokus. Weiter werden wir in unsere Innovationsf\u00e4higkeit sowie in neue digitale Angebote und die Digitalisierung unserer Prozesse investieren. Wir haben also viel vor, sind aber bez\u00fcglich Management und Organisation sehr gut aufgestellt. Auch die beiden Neuzug\u00e4nge in der erweiterten Konzernleitung \u2013 Roger Vogt als CEO Retail Schweiz &amp; \u00d6sterreich und Philipp Angehrn als Head Transformation &amp; Project Management Office \u2013 werden uns dabei unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>K\u00f6nnen die Mitarbeitenden bei diesem Tempo und so viel Wandel \u00fcberhaupt mithalten?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Davon bin ich \u00fcberzeugt. Wir haben ausgezeichnete Mitarbeitende auf allen Stufen und bei allen Formaten. An dieser Stelle m\u00f6chte ich allen Mitarbeitenden f\u00fcr ihr Engagement und ihre Motivation danken. Valora will den Mitarbeitenden Perspektiven bieten und es ihnen erm\u00f6glichen, selber viel zu bewegen. Wir verstehen uns als Gl\u00fccksbringer f\u00fcr unsere Kunden \u2013 nah, schnell, praktisch und immer mit frischen Ideen. Eine positive Unternehmenskultur ist wichtig f\u00fcr unseren Erfolg.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was macht Ihnen Sorge, wenn Sie auf die kommenden Monate blicken?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der verst\u00e4rkte Presser\u00fcckgang, die historisch hohen Rohstoffpreise f\u00fcr Molkereiprodukte, abnehmende Frequenzen in Einkaufszentren sowie der erh\u00f6hte Wettbewerbsdruck an Hochfrequenzlagen bleiben nat\u00fcrlich herausfordernd. Aber: Ich bin \u00fcberzeugt, dass wir bei Valora allen Grund zu Optimismus haben. Wir sind top aufgestellt, um den anhaltenden Trend Richtung margenstarke \u00abfoodvenience\u00bb, steigende Frequenzen an Hochfrequenzstandorten, individuellere Angebote und einer Verschmelzung von digitalen und physischen Angeboten f\u00fcr uns zu nutzen. Daf\u00fcr d\u00fcrfen wir nicht stillstehen, sondern m\u00fcssen innovativ und agil sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sind hier weitere Akquisitionen auch wieder ein Thema?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, denn wir verfolgen grunds\u00e4tzlich eine Wachstumsstrategie und die Akquisition von BackWerk war sicher nicht die letzte. Unsere langfristige Finanzierungsstrategie erlaubt es uns auch, immer wieder solche Opportunit\u00e4ten zu pr\u00fcfen. Gleichzeitig wollen wir aber auch in unser organisches Wachstum, das bestehende Gesch\u00e4ft und innovative Angebote investieren.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00abWir sind top aufgestellt, um den anhaltenden Trend Richtung margenstarke \u2039foodvenience\u203a f\u00fcr uns zu nutzen.\u00bb<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Michael Mueller, CEO von Valora, \u00e4ussert sich im Interview zum Gesch\u00e4ftsjahr 2017, zur Strategie und zur Expansion von Valora als vertikal integrierter 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