Bargeldloses Bezahlen legt kräftig zu – nicht nur wegen Corona

Karte und Mobiltelefon statt Cash: Zahlen aus den Valora Verkaufsstellen in Deutschland und der Schweiz zeigen, wie sich die Bezahlgewohnheiten der Kunden in den letzten Monaten verändert haben.

Schon seit einigen Jahren ist bei Transaktionen im Einzelhandel ein stetiger Anstieg an Kartenzahlungen zu verzeichnen. Seit Ausbruch der Corona-Krise ist diese Entwicklung noch einmal deutlich beschleunigt worden. Besonders kontaktlose Bezahlmöglichkeiten haben an Akzeptanz gewonnen. Dies zeigt sich auch in den Zahlen der Retail-Verkaufsstellen von Valora.


Valora steht für Convenience während des gesamten Einkaufprozesses. Zu dieser Convenience gehört auch die Geschwindigkeit und die Vielfalt der Möglichkeiten bei der Zahlungsabwicklung. In der Regel dauert diese maximal 30 Sekunden. Kunden haben die Wahl zwischen Bargeld, Kartenzahlungen und Zahlungen via Mobiltelefon. Gerade kontaktlose Bezahlmethoden via NFC (Near Field Communication) tragen dabei zu einer noch schnelleren Transaktion bei.

Es erstaunt deshalb wenig, dass sich diese Bezahloptionen zunehmender Beliebtheit erfreuen. Zwar schreitet der Trend zu bargeldlosen Bezahlmethoden in der DACH-Region langsamer voran als in nordischen Ländern wie Norwegen oder Schweden. Durch die Corona-Krise ist diese Entwicklung allerdings auch in den deutschsprachigen Regionen Europas beschleunigt worden. Dies ist in den Verkaufsstellen von Valora deutlich spürbar.

In Deutschland beispielsweise verzeichneten bargeldlose Zahlungen im Mai 2020 gegenüber Vorjahr einen Zuwachs von 71%. Zum Vergleich: In den Monaten vor der Corona-Krise, also im Januar und Februar, lag die Wachstumsrate über das Jahr gesehen bei über 25%. Noch deutlicher zeigt sich der Schub, den bargeldlose Zahlungen in den Monaten Mai und April 2020 in der Schweiz erfahren haben. Lagen die Wachstumsraten im Januar und Februar im Schnitt bei 20%, legten sie im Mai um 55% gegenüber dem Vorjahr zu.

Kontakt- und bargeldlos – der Hygiene wegen

Grund für die Zunahme der bargeldlosen Transaktionen sind aktuell vor allem Hygieneüberlegungen. Wird die Karte statt Bargeld genutzt, verlässt das Zahlungsmittel die eigene Hand nicht. Das Problem: Wer auf ein Zahlungsmittel setzt, das nicht durch NFC unterstützt wird, muss beim Zahlterminal die PIN eintippen und kommt in Berührung mit der Oberfläche. Um dem vorzubeugen, haben diverse Kreditkartenanbieter in den letzten Wochen die Limiten für kontaktlose Transaktionen erhöht, teils gar verdoppelt.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Frage, bei welchen Beträgen heute Karten oder das NFC-fähige Smartphone gezückt werden. Während bargeldlose Bezahlmethoden früher vor allem zur Begleichung grösserer Beträge zum Einsatz kamen, werden sie heute bereits für kleinere Summen verwendet. So ist der Anteil der Transaktionen mit Kartenzahlungen vor Corona bei Beträgen unter 10 Schweizer Franken im Januar 2020 gegenüber Vorjahr um 28% (in Deutschland lediglich ein Anstieg von 2%) gestiegen. Dieses Wachstum ist fast doppelt so hoch wie das des Anteils an Kartenzahlungen für Beiträge über 10 Franken.

Hält der Trend zum bargeldlosen Bezahlen an?

Die Zahlen belegen: Die Akzeptanz von bargeldlosen Zahlungen ist in der DACH-Region gestiegen – und dies aufgrund der Corona-Krise schneller als erwartet. Unklar ist allerdings, wie sich der Trend mittel- und langfristig entwickeln wird. Halten die Kunden an ihrem veränderten Zahlungsverhalten fest oder wechseln sie nach Abflachen der Krise wieder zum Bargeld? Oder greifen künftig gar noch mehr Kunden bei Transaktionen auf bargeldlose Bezahlmethoden zurück?

Die Beratungsfirma Oliver Wyman geht davon aus, dass per 2025 nur noch rund 32% aller Zahlungen mit Bargeld getätigt werden. Bei dieser Einschätzung rechnet die Beratungsfirma aber auch den Online-Handel mit ein. Vor der Corona-Krise prognostizierte Oliver Wyman noch einen Rückgang auf 37%.

Auch Valora rechnet damit, dass die breite Akzeptanz von bargeld- und kontaktlosen Zahlungen weiter zunehmen wird. Dies nicht nur aufgrund der vermehrten bargeldlosen Transaktionen der letzten Monate, sondern weil die Nachfrage nach Alternativen zum Bargeld – auch getrieben durch den Online-Handel – bereits seit Jahren steigt. Mit neuen Ladenkonzepten wie der avec box trägt Valora dem verändernden Kundenverhalten schon heute Rechnung.

TWINT, Alipay, WeChat Pay: kontaktloses Bezahlen bei Valora

Valora bietet den Kundinnen und Kunden an den Verkaufsstellen verschiedene Möglichkeiten des bargeldlosen Bezahlens an.

In der Schweiz sind dies neben Kontaktloskarten je nach Format und Standort: Apple Pay, Google Pay, Samsung Pay – und neu auch TWINT, Alipay und WeChat Pay.
In Deutschland sind die sind dies neben Kontaktloskarten je nach Format und Standort: Apple Pay und Google Pay.

Dank der App des Fintech-Unternehmens Sonect ist an den Verkaufsstellen von k kiosk und Press & Books in der Schweiz auch das Gegenteil von kontaktlosem Bezahlen möglich: das Beziehen von Bargeld.


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